Corona-Epidemie: Wieder persönliche Beratungen möglich

Die wegen der Corona-Epidemie erfolgten Zugangsbeschränkungen der letzten Wochen werden wieder gelockert. Persönliche Gesprächstermine können unter Einhaltung des erarbeiteten Hygiene- und Abstandskonzepts wieder stattfinden.

Gruppenarbeit ist weiterhin nur eingeschränkt möglich.

Für Ihre und unsere Sicherheit:

  • Bitte vereinbaren Sie vorab telefonisch oder per Mail einen Beratungstermin.

  • Wenn Sie Krankheitssymptome wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und/ oder Erbrechen oder Durchfall haben, bleiben Sie bitte zu Hause und nehmen telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf.

  • Bitte kommen Sie erst kurz vor dem Termin zu unserer Beratungsstelle und klingeln Sie an der Eingangstür. Wir werden Sie dort in Empfang nehmen.

  • Im Wartebereich und in den Fluren gilt Maskenpflicht.. 

  • Bitte waschen Sie sich vor und nach dem Gesprächstermin ihre Hände. Zusätzlich steht Desinfektionsmittel bereit.

  • Während des Gesprächs halten Sie bitte einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Um Sie selbst und uns zu schützen, haben wir die Beratungsräume zusätzlich mit Plexiglasscheiben ausgestattet.  

Neue Wege - Kinderschutzambulanz

Ein Kind hält einen Teddybären im ArmMarzanna Syncerz / Fotolia

Das Gleiche gilt für Fachkräfte aus Kindergärten, Schulen, Heimen, Beratungsstellen, dem Jugendamt, der Justiz oder anderen Institutionen. Diese können sich bei Verdachtsmomenten oder bei Fragen zu diesem Thema an die Kinderschutzambulanz wenden. 

Die Aufgaben im Überblick

  • Beratung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die unter sexueller und/oder anderer Gewalt durch Erwachsene und ältere Jugendliche leiden bzw. gelitten haben
  • Beratung und Begleitung von Erwachsenen, die Kinder vor Gewalt schützen wollen und/oder den Verdacht haben, dass ein Kind missbraucht wird
  • Klärung und Begleitung bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch
  • Beratung und Begleitung schlagender Eltern, die einen gewaltfreien Umgang mit ihren Kindern erlernen möchten
  • In begrenztem Umfang: Therapeutische Angebote für Kinder und Jugendliche, die unter Gewalt gelitten haben und ihre traumatischen Gewalterfahrungen verarbeiten möchten
  • Hilfe für Kinder, die Zeugen häuslicher Gewalt geworden sind und mit ansehen mussten, wie ein Elternteil den anderen schlägt
  • Informations- und Präventionsveranstaltungen
  • Falls Strafverfolgung gewünscht wird: Begleitung der Betroffenen während des Prozesses       

Kinder als Zeugen häuslicher Gewalt

Neue Wege - Häusliche Gewalt

Wenn Kinder mit ansehen müssen, wie ihre Eltern einander Gewalt antun - in den meisten Fällen ist es der Vater, der die Mutter misshandelt -, ist das für die Kinder fast so, als würden sie selbst geschlagen.

Sie haben Angst um ihre Mutter. Sie fühlen sich ohnmächtig und hilflos. Manche Kinder versuchen, ihren Vater zu stoppen und werden dabei oft genug selbst geschlagen. Manche verstecken sich und fühlen sich schuldig, weil sie der Mutter nicht helfen.

Die Folgen dieser Erlebnisse sind beinahe identisch mit anderen Gewaltsituationen: Die Kinder leiden unter Schuld- und Schamgefühlen, unter Flashbacks, Schlafstörungen, Albträumen, psychosomatischen Erkrankungen und zeigen die unterschiedlichsten Verhaltensauffälligkeiten.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen werden bei "Neue Wege" von einem spezialisierten Mitarbeiterteam betreut. Im Mittelpunkt der therapeutischen Arbeit stehen die jungen Gewaltopfer, doch auch die geschlagenen Mütter erhalten Beratung und Hilfe.