Wegen der Corona-Epidiemie: Geänderte Zugangswege bei „Neue Wege“

Um die Verbreitung der Corona-Epidemie einzudämmen, finden in der Kinderschutzambulanz und in der ambulanten Rückfallvorbeugung von „Neue Wege“ zunächst bis zum 19. April keine Gruppenangebote mehr statt.

Bei laufenden Therapien und Beratungen wird individuell entschieden, ob bis zum 19. April eine Pause eingelegt oder ob die Gespräche fortgesetzt werden. Dazu werden die Mitarbeitenden von „Neue Wege“ innerhalb der nächsten Tage telefonisch Kontakt zu allen Ratsuchenden aufnehmen. Wichtigstes Ziel ist es, trotz der aktuellen Zugangsbeschränkungen die therapeutische Begleitung in Krisen sicherzustellen.

Sollten Ratsuchende Krankheitssymptome haben oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet gewesen sein, dürfen diese unsere Beratungsstelle nicht betreten. Stattdessen sollten sie bitte anrufen. Beratungsgespräche können auch über das Telefon geführt werden. Videogespräche sind technisch leider nicht möglich.

Wenn Ratsuchende nicht in die Beratungsstelle kommen möchten oder unsicher sind, bitten wir ebenfalls um eine Nachricht.

Neue Wege - Ambulante Rückfallvorbeugung

Ein Jugendlicher fährt auf einer Rolltreppe nach obenlu-photo - Fotolia

Die Mitarbeiter/-innen der Einrichtung erarbeiten mit den Kindern und Jugendlichen Verhaltensalternativen, die ihnen helfen, mit ihren emotionalen und sexuellen Bedürfnissen verantwortungsbewusst und umsichtig umzugehen.

Das Hilfeangebot in der Übersicht

Nach dem Anmeldegespräch, der Diagnose und Risikoeinschätzung wird ein individueller Behandlungsplan erstellt und mit allen Beteiligten abgestimmt. Dazu gehören u. a.:

  • Informationsgespräch zum Hilfeangebot
  • Rückfallrisiko-Einschätzung und Opferschutz
  • Vertrauensaufbau und Motivationsklärung
  • Einzelgespräche, Behandlungsgruppen, Familiengespräche und Elternabende
  • Abstimmung mit anderen Hilfeeinrichtungen
  • Begleitung im Strafverfahren
  • Unterstützung von Eltern und anderen Bezugspersonen

Rückfallvorbeugung für minderbegabte jugendliche Sexualstraftäter

Nicht selten handelt es sich bei jungen Sexualstraftätern um Minderjährige mit vergleichsweise schwacher Intelligenz. Für diesen Personenkreis hält die Abteilung Rückfallvorbeugung von "Neue Wege" ein spezielles therapeutisches Angebot vor, das die eingeschränkte kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Jugendlichen berücksichtigt.

In Zusammenarbeit mit einer heilpädagogischen Intensivwohngruppe und in Abstimmung mit den zuständigen Jugendämtern werden die Jugendlichen angeleitet, mit ihren sexuellen und emotionalen Bedürfnissen verantwortungsbewusst und umsichtig umzugehen.