Fachseminar für Altenpflege

Auch das 2003 in Kraft getretene Ausbildungsgesetz, das eine bundesweit einheitliche Ausbildung vorschreibt, hat dazu beigetragen, dass der Beruf des Altenpflegers / der Altenpflegerin heute ein hohes Ansehen genießt.

Das Fachseminar für Altenpflege der Caritas für Bochum und Wattenscheid setzt sich seit über 25 Jahren für eine qualifizierte Ausbildung und eine umfassende Begleitung der Schülerinnen und Schüler ein.

 

Ausbildung zum/zur Altenpfleger/-in

Zugangsvoraussetzungen

Um zur Ausbildung in der Altenpflege zugelassen zu werden, sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

  • die Vollendung des 16. Lebensjahres
  • die persönliche und gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Altenpflegeberufes
  • Schulabschluss (eine der 4 Varianten muss vorliegen):
    Variante 1: FOR-Abschluss
    Variante 2: Hauptschulabschluss Klasse 10
    Variante 3: Hauptschulabschluss Klasse 9 und eine anderweitige mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine mindestens einjährige Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/-in 
    oder Krankenpflegehelfer/-in
    Variante 4: eine andere abgeschlossene 10-jährige allgemeine Schulbildung

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung findet in Blockform statt und dauert 3 Jahre.

Probezeit: 6 Monate

Theoretische Ausbildung: 2.100 Stunden

Berufspraktische Ausbildung: 2.500 Stunden

 

Unterrichtszeit / Ferien / Prüfungen

  • Im theoretischen Block montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr, freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr (entspricht einem Schnitt von 35 Stunden / Woche)
  • Im praktischen Block richten sich die Arbeitszeiten nach den Dienstzeiten am Einsatzort
  • Urlaub während der berufspraktischen Einsätze beim Träger der berufspraktischen Einrichtung (nach Absprache)
  • Zwischenprüfung: innerhalb der ersten 6 Monate
    Abschlussprüfung: zum Ende der Ausbildung

Praktische Ausbildung

Die berufspraktische Ausbildung umfasst 2.500 Stunden. Sie findet zum größten Teil im Altenheim oder in einem ambulanten Pflegedienst statt, zusätzlich werden noch drei Fremdeinsätze absolviert (Altenheim oder ambulanter Pflegedienst, Krankenhaus und Gerontopsychiatrie).

Sie dient dazu, die theoretisch und fachpraktisch erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen, zu erweitern und in der beruflichen Praxis anzuwenden.

Lernfelder

  1. Einführung in das Praxisfeld unter Berücksichtigung fachlicher Rahmenbedingungen und Konzepte
  2. Mitarbeit am Pflegeprozess unter Anleitung
  3. Übernahme selbständiger Teilaufgaben entsprechend dem Ausbildungsstand unter Einschluss der Mitwirkung bei der ärztlichen Diagnostik und Therapie
  4. Übernahme selbständiger Projektaufgaben, z.B. bei der Tagesgestaltung oder bei der Gestaltung der häuslichen Pflegesituation
  5. Heranführung an die selbständige Planung und Durchführung von Pflegeprozessen

Theoretische Ausbildung

Der theoretische Unterricht umfasst 2100 Unterrichtsstunden und wird im Fachseminar erteilt. 

Lernfelder 

  • Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
    Theoretische Grundlagen in das altenpflegerische Handeln einbeziehen (80) 
    Pflege alter Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren (120)
    Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen (720)
    Anleiten, beraten und Gespräche führen (80)
    Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken (200)
  • Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung
    Lebenswelten und soziale Netzwerke alter Menschen beim altenpflegerischen Handeln berücksichtigen (120)
    Alte Menschen bei der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung unterstützen (60)
    Alte Menschen bei der Tagesgestaltung und bei selbstorganisierten Aktivitäten unterstützen (120)
  • Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen altenpflegerischer Arbeit
    Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen beim altenpflegerischen Handeln berücksichtigen (120)
    An qualitätssichernden Maßnahmen in der Altenpflege mitwirken (40)
  • Altenpflege als Beruf
    Berufliches Selbstverständnis entwickeln (60)
    Lernen lernen (40)
    Mit Krisen und schwierigen sozialen Situationen umgehen (80) 
    Die eigene Gesundheit erhalten und fördern (60)

Prüfung und Abschluss

Am Ende der Ausbildung steht die staatliche Abschlussprüfung, die aus einem Praxisteil in der ausbildenden Einrichtung, drei schriftlichen Prüfungen und drei mündlichen Prüfungen besteht.

Die bestandene Abschlussprüfung berechtigt Sie zum Tragen der Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in". 

Finanzierung

Der theoretische Unterricht und die praktische Ausbildung sind entgeltfrei. Bei Vorliegen der persönlichen und rechtlichen Voraussetzungen ist eine Förderung durch die Agentur für Arbeit bzw. die ARGE nach dem SGB III bzw. SGB II möglich. Liegen die Voraussetzungen nach dem SGB III/SGB II nicht vor, erfolgt eine Erstattung der Lehrgangsgebühren durch das Land NRW.

Der praktische Ausbildungsträger zahlt die Ausbildungsvergütung. Diese entspricht dem Tarif des öffentlichen Dienstes, Pflegeberufe, oder ist diesem angeglichen.

 

Bewerbung

Wenn Sie sich für die Ausbildung interessieren, dann senden Sie uns bitte folgende Bewerbungsunterlagen zu:

  • Anschreiben 
  • Detaillierter tabellarischer Lebenslauf
  • Lichtbild - nicht älter als ein Jahr -
  • Kopie des Schulabschlusszeugnisses oder andere Nachweise über die schulische Vorbildung, ggf. Nachweise über die vorgeschriebene Berufsausbildung
  • Tätigkeitsnachweise
  • Kopie der Geburtsurkunde oder der Heiratsurkunde (bei einer Namensänderung)

Nach Eingang der vollständigen Bewerbungsunterlagen werden Sie von uns zu einer Informations- und Vorstellungsveranstaltung eingeladen. Dabei werden die Struktur, der Ablauf und die Finanzierung der Ausbildung erläutert. Im anschließenden Einzelgespräch können individuelle Fragen besprochen werden. Dieses Treffen dient ebenfalls dem gegenseitigen Kennenlernen.

 

Falls Sie Ihren Schulabschluss im Ausland erworben haben und dieser in Deutschland noch nicht anerkannt ist, bitten wir Sie, folgende Unterlagen an die Bezirksregierung Köln zu senden: 

  • Abschlusszeugnis in der Heimatsprache
  • Übersetzung des Abschlusszeugnisses
  • Lebenslauf
  • Pass mit Aufenthaltstitel oder Personalausweis in Kopie

Anschrift:

Bezirksregierung Köln
Zeughausstraße 2-10
50606 Köln

Telefon: 0221 147-0

Qualifizierung zum/zur Betreuungsassistent/-in nach § 53c SGB 11

Tätigkeitsbereiche

Mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes am 1.1.2015 haben Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz ein Anrecht auf Begleitung in ihrem Alltag.
Daraus ergibt sich ein Bedarf an entsprechend qualifizierten Mitarbeitern/-innen vor allem in den stationären Pflegeinrichtungen. Die Qualifizierung erfolgt gemäß der Richtlinien nach Paragraf 87b SGB 11.

Aufgabe des Betreuungsassistenten / der Betreuungsassistentin ist es, die Pflegefachkräfte und den sozialen Dienst bei der Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz zu unterstützen. Sie entwickeln Angeboten für Gruppen und Einzelpersonen im Team und führen diese durch. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem demenziell erkrankte Menschen.

Beispiele:

  • Gespräche
  • Spaziergänge
  • Begleitung bei Einkäufen
  • Gesellschaftsspiele und Ähnliches 
  • %

Zugangsvoraussetzungen

Die Bewerber/-innen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • gesundheitliche Eignung  
  • ein einwöchiges Vorpraktikum mit einem Stundenumfang von 40 Stunden
  • ein Schulabschluss ist nicht erforderlich, stattdessen steht die Freude am Umgang mit anderen Menschen im Vordergrund 

Kursdauer

Die Qualifizierung dauert 6 Wochen und ist unterteilt in

  • 160 Stunden Theorie am Fachseminar
  • und anschließendem 2-wöchigen Praktikum in einer Pflegeinrichtung (Umfang: 80 Stunden)

Inhalte

  • Aktivitäten für ältere Menschen gestalten
  • Kommunikationstechniken
  • Rechtliche Grundlagen
  • Grundlagen der Pflege und Dokumentation
  • Grundkenntnisse im Bereich der gerontopsychiatrischen Erkrankungen
  • Grundkenntnisse für den Notfall
  • Hauswirtschaft und Ernährungslehre
  • Allgemeine Zusammenarbeit

Prüfung und Abschluss

Die Abschlussprüfung erfolgt in Form eines Fachgespräches (Kolloquium), in dem die zum Praktikum gestellte Aufgabe thematisiert wird. Die Absolventen/-innen erhalten ein Zertifikat.  

Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/-in

Zugangsvoraussetzungen

Die Bewerber/-innen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • gesundheitliche Eignung
  • Schulabschluss (eine der 3 Varianten muss vorliegen):
    Variante 1: Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder ein gleichwertiger Bildungsstand
    Variante 2: Erfolgreiche Teilnahme an mindestens 2 Bausteinen des "Werkstattjahres NRW", Bereich Altenhilfe (bestätigt durch das zuständige Fachseminar)

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung dauert 1 Jahr und umfasst einen theoretischen (750 Stunden) und einen fachpraktischen Teil (900 Stunden).

Schulungsort für die Theorie ist das Fachseminar, die Praxis-Ausbildung erfolgt an verschiedenen ambulanten und stationären Einsatzorten. Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung trägt das Fachseminar.  

Theoretische Ausbildung

Der theoretische Unterricht umfasst 750 Unterrichtsstunden und wird im Fachseminar erteilt.

Lerninhalte

(gem. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung APH)

  • Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
  • Unterstützung alter Menschen bei ihrer Lebensgestaltung
  • Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen in der Altenpflege als Beruf
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln

Praktische Ausbildung

Die berufspraktische Ausbildung umfasst 900 Stunden. Sie erfolgt in Einrichtungen der stationären Altenhilfe und in ambulanten Pflegeeinrichtungen.

Die fachpraktischen Einsätze werden vom Fachseminar koordiniert

 

Prüfung und Abschluss

Die Ausbildung wird mit einer staatlich anerkannten Prüfung abgeschlossen. Diese besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. 

Die bestandene Abschlussprüfung berechtigt Sie zum Tragen der Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte/r Altenpflegehelfer/-in" und ermöglicht Ihnen auch ohne FOR, die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger / zur Altenpflegerin zu machen. Bei besonders erfolgreichem Abschluss kann diese ggf. um bis zu einem Jahr verkürzt werden.

Finanzierung

Je nach persönlicher Situation ist eine Förderung nach dem SGB II oder dem SGB III möglich. Darüber hinaus kann die Finanzierung ggf. auch über einen Landesplatz erfolgen.

Bewerbung

Wenn Sie sich für die Ausbildung interessieren, dann senden Sie uns bitte folgende Bewerbungsunterlagen zu:

  • Anschreiben 
  • Detaillierter tabellarischer Lebenslauf
  • Lichtbild - nicht älter als ein Jahr -
  • Kopie des Schulabschlusszeugnisses oder andere Nachweise über die schulische Vorbildung, ggf. Nachweise über die vorgeschriebene Berufsausbildung
  • Tätigkeitsnachweise
  • Kopie der Geburtsurkunde oder der Heiratsurkunde (bei einer Namensänderung)

Nach Eingang der vollständigen Bewerbungsunterlagen werden Sie von uns zu einer Informations- und Vorstellungsveranstaltung eingeladen. Dabei werden die Struktur, der Ablauf und die Finanzierung der Ausbildung erläutert. Im anschließenden Einzelgespräch können individuelle Fragen besprochen werden. Dieses Treffen dient ebenfalls dem gegenseitigen Kennenlernen.

 

Falls Sie Ihren Schulabschluss im Ausland erworben haben und dieser in Deutschland noch nicht anerkannt ist, bitten wir Sie, folgende Unterlagen an die Bezirksregierung Köln zu senden: 

  • Abschlusszeugnis in der Heimatsprache
  • Übersetzung des Abschlusszeugnisses
  • Lebenslauf
  • Pass mit Aufenthaltstitel oder Personalausweis in Kopie

Anschrift:

Bezirksregierung Köln
Zeughausstraße 2-10
50606 Köln

Telefon: 0221 147-0