"Sie haben Friedensenergien auf dem Dach"
Zum ersten Caritas-Nachhaltigkeitstag in Kooperation mit der BürgerEnergieGenossenschaft-58 hat die Caritas Ruhr-Mitte ins Altenwohn- und Pflegeheim St. Elisabeth von Thüringen in Bochum-Wattenscheid geladen. Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur hielt bei der Veranstaltung eine flammende Rede für den Klimaschutz.
"Sie haben da Friedensenergien auf dem Dach", sagte Ministerin Mona Neubaur ganz deutlich in ihrer Ansprache beim ersten Caritas-Nachhaltigkeitstag, zu dem das Altenwohn- und Pflegeheim St. Elisabeth von Thüringen in Bochum-Wattenscheid am Freitag, 9. Oktober, geladen hatte. Damit meinte sie die 708 Solarpaneele, die das Gebäude in Kooperation mit der "BürgerEnergieGenossenschaft-58", kurz BEG-58, seit April installiert hat und damit einen Teil des Strombedarfs abdeckt. Davon und von der Artenvielfalt im hauseigenen Park sowie dem fleischreduzierten Speiseplan konnten sich die mehr als 50 Besucher beim Nachhaltigkeitstag ein Bild machen. "Für sozial gerechten gesellschaftlichen Klimawandel brauchen wir als Politik starke Partner", so Neubaur. Ihr liegt als stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW sowie Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie das Thema besonders am Herzen.
Solarenergie, naturnaher Park und fleischreduzierte Speisen
Unter dem Motto "Sozial, ökologisch und wirtschaftlich in die Zukunft" hatte die Caritas Ruhr-Mitte zum Nachhaltigkeitstag in das Seniorenzentrum an der Berliner Straße 8 geladen. Unter der Leitung von Kerstin Wagener und mit Unterstützung der Caritas-Nachhaltigkeitsbeauftragten Petra Backhoff wird dort seit geraumer Zeit besonderes Augenmerk auf Natur-, Arten- und Klimaschutz gelegt. Das lobte auch die NRW-Ministerin in ihrer leidenschaftlichen Rede und betonte, wie wichtig das Engagement vor Ort ist. "Der soziale Klimawandel fängt hier an, aus der Gesellschaft heraus. Seien Sie weiter verliebt in das Gelingen", so Neubaur.
Beate Peterson und Stefan Wolf berichteten von den Projekten der BEG-58 und informierten die Besucher mit einer Führung aufs Dach zur Photovoltaikanlage sowie weiteren Infomaterialien.
Haustechniker Thomas Hagemann führte die Besucher indes in den hauseigenen Park und erklärte dort, wie unter anderem mit Insektenhotels, Wildblumenwiesen und naturnahmen Teich Artenschutz gesichert wird. Für die Verpflegung der Gäste sorgte Hauswirtschaftsleiter Wolfgang Porten, der durch eine Umstellung des Speiseplans sowie fleischreduzierte und fleischlose Alternativen im Laufe eines Jahres 1400 Kilogramm Fleisch eingespart. Nicht zuletzt betonte Caritasdirektor Alexander Mauer, dass der Erhalt der Schöpfung ein Kernthema der Caritas ist und durch solche und weitere Projekte im Verband vorangetragen wird.