Nein zur Gewalt an Frauen

Mit orangen Laternen hat auch das Team des Bochumer Frauenhauses am Internationalen Tag "Nein zur Gewalt an Frauen" an den Bochumer Aktionen teilgenommen und ein Zeichen gesetzt. Zum gemeinsamen Programm von Frauenorganisationen und dem "Netzwerk häusliche Gewalt" gehörte nach dem Auftakt auf der Weihnachtsmarktbühne ein Laternenzug durch die Innenstadt und das Bermudadreieck sowie zum Abschluss ein Kulturprogramm vor der KAP-Bühne.

In diesem Jahr hat das Bochumer Frauenhaus bereits 41 Frauen mit 46 Kindern aufgenommen. Die Nachfrage ist deutlich größer. "Aber die Verweildauer in unserem Haus nimmt zu, da mehr Zeit zur Stabilisierung gebraucht wird und die Frauen keinen bezahlbaren Wohnraum in Bochum finden können", berichtet Ulrike Langer, die Leiterin des Frauenhauses. Gleichzeitig kann die Einrichtung der Caritas Ruhr-Mitte 14 Frauen mit 15 Kindern aufnehmen. "Nach der Istanbul-Konvention sollte in Deutschland pro 10 000 Einwohner*innen ein Frauenhaus-Platz zur Verfügung gestellt werden", so Langer. Das wären für Bochum 35 Plätze für Frauen und 53 für Kinder.

Die Abteilung Opferschutz der Bochumer Polizei sieht weiterhin eine sehr hohe Zahl an von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen. So waren es im Jahr 2024 in der Stadt 503 Frauen, bei denen die Gewalt zur Anzeige kam (2023: 544 Frauen).