Karl-Josef Laumann besucht Barbarahaus der Caritas

Die Situation wohnungsloser Menschen und die Herausforderungen sozialer Notlagen standen im Mittelpunkt des Besuchs des Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann MdL, im Barbarahaus der Caritas Ruhr-Mitte an der Wasserstraße in Bochum. Im Rahmen der Sommertour der CDA Nordrhein-Westfalen informierte sich Laumann über die Arbeit der Notunterkunft und den Alltag der Menschen, die dort Unterstützung erhalten.

Begleitet wurde der Minister vom Bochumer CDA-Kreisvorsitzenden Christian Herker, dem CDU-Landtagskandidaten Yannik Theis und weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft.

Zwölf Männer über 65 Jahren, oft mit Pflegestufe, finden im von der Caritas betriebenen Barbarahaus Obdach und werden von den Caritas-Mitarbeitern 24 Stunden rund um die Uhr die ganze Woche begleitet und betreut. Das Ziel: Vermittlung in Pflegeheime oder Privatwohnungen, gegebenenfalls mit weiterer Unterstützung und Betreuung im Alltag. "Damit sind wir sehr erfolgreich. Zwischen 80 und 90 Prozent unserer Bewohner können wir nachhaltig in Pflegeheime oder Wohnungen vermitteln. Wir wechseln dabei zweimal im Jahr die komplette Belegung durch", berichtet Bastian Renner, bei der Caritas zuständig für das Barbarahaus und das Christophorushaus für obdachlose und von Obdachlosigkeit bedrohte Männer an der Lohbergstraße in Bochum.

Austausch über Herausforderungen der täglichen Arbeit

Im Mittelpunkt des Ministerbesuchs stand der direkte Austausch über die Situation vor Ort. Dabei ging es insbesondere darum, welche Herausforderungen die Mitarbeitenden in ihrer täglichen Arbeit erleben und welche Unterstützung Menschen benötigen, die ohne eigene Wohnung in besonders schwierigen Lebenslagen stehen. "Wohnungslosigkeit darf nicht abstrakt werden. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch mit einer eigenen Geschichte. Deshalb ist es wichtig, dass Politik nicht über die Menschen spricht, sondern mit denjenigen ins Gespräch kommt, die täglich für sie da sind", erklärte der Bochumer CDA-Kreisvorsitzende Christian Herker. Auch für ihn sei der direkte Kontakt mit den Einrichtungen vor Ort entscheidend, sagte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (MdL): "Soziale Sicherheit zeigt sich gerade dort, wo Menschen durch schwierige Zeiten gehen. Unser Anspruch muss sein, niemanden aufzugeben und Hilfe dort anzubieten, wo sie gebraucht wird."

 Für die Politiker habe der Besuch zugleich deutlich gemacht, wie wichtig Einrichtungen wie das Barbarahaus für das soziale Netz in Bochum seien, sagte der CDA-Vorsitzende Herker: "Für die CDA Bochum ist der Austausch mit den Verantwortlichen deshalb ein wichtiger Bestandteil einer Politik, die sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientiert. Wir wollen wissen, was vor Ort funktioniert, wo es Schwierigkeiten gibt und wo Politik besser werden muss. Das kann man nicht aus einem Büro heraus beurteilen. Dafür muss man hingehen, zuhören und mit den Menschen sprechen", so Herker. "Eine starke soziale Politik beginnt mit einem klaren Blick auf die Wirklichkeit. Der Besuch im Barbarahaus hat uns genau diesen unmittelbaren Einblick ermöglicht."

NRW-Minister Laumann besucht Barbarahaus der Caritas

Zum Bild (v.l.n.r.):

 Aleyna Wiengarn (Caritas Ruhr-Mitte), Daria Sengüner (Caritas Ruhr-Mitte), Sebastian Matissik (CDA Herne), Ingrid Borchert (stellvertretende Vorsitzende Bochumer Ehrenamtsagentur), Yannik Theis (CDU-Landtagskandidat und Vorsitzender CDU-Stadtbezirksverband Bochum-Ost), Dr. Inka Krude (Alte Apotheke 1691 Bochum), Minister Karl-Josef Laumann MdL, Irina Becker (Ratsmitglied, Mitglied CDU-/CDA-Kreisvorstand), Birgit Beier (stellv. CDA-Kreisvorsitzende), Stephan Warszewski (Caritas Ruhr-Mitte), Karin Reitemeyer (CDA-Kreisvorstand), Alexander Korte (Arzt), Bastian Renner (Caritas Ruhr-Mitte), Christian Herker (CDA-Kreisvorsitzender)

Foto: Caritas Ruhr-Mitte / Claudia Kook