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Stand: 27.12.2016

Pressemitteilung

Caritas Bochum setzt sich für Mieterschutz und soziales Wohnen ein

Ulrike Langer vom Frauenhaus und Bastian Renner vom Christophorushaus der Caritas Bochum im Gespräch mit dem Moderator

Die Veranstaltung ist Teil einer landesweiten Kampagne, die der Deutsche Mieterbund gemeinsam mit dem DGB, dem Paritätischen, der AWO, dem SoVD, dem VdK sowie der Diakonie und die Caritas initiiert hat. Der Caritasverband für Bochum und Wattenscheid war deshalb am Donnerstagnachmittag mit seinem Vorstand Hans-Werner Wolff sowie Mitarbeitenden aus der Wohnungslosenhilfe und dem Frauenhaus bei der Veranstaltung vor Ort, um auf die Bedeutung des Themas hinzuweisen. "Inzwischen ist es schon für Normalverdiener schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wie sollen da Menschen, die wohnungslos waren oder verschuldet sind, eine Chance auf dem Wohnungsmarkt haben?", bringt Hans-Werner Wolff das Problem auf den Punkt.

Ulrike Langer, Leiterin des Bochumer Frauenhauses, kann das nur bestätigen: "In den letzten Jahren hat sich die Situation für unsere Bewohnerinnen deutlich verschärft. Weil die Frauen mit ihren Kindern keine bezahlbare Wohnung finden, müssen sie sich immer länger mit dem Provisorium in unserer Einrichtung arrangieren." Bastian Renner vom Christophorushaus, einem Wohnheim für ehemals wohnungslose Männer, fügt hinzu: "Unsere Männer sind oft monatelang auf der Suche nach einer Wohnung, die die Vorgaben des Jobcenters erfüllt und bei der der Vermieter kein Problem mit ihrer Vorgeschichte hat."

Vor diesem Hintergrund ist für sie und andere Fachleute aus dem Sozialbereich nicht nachvollziehbar, warum die Landesregierung in dieser ohnehin schon angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt bisher gültige Regeln für den Mieterschutz wie zum Beispiel die Mietpreisbremse bei Neuvermietungen oder den Kündigungsschutz bei Eigenbedarf fallen lassen will. Vielmehr müsse der Soziale Wohnungsbau gestärkt und Wohnen auch für Gering- und Normalverdiener bezahlbar bleiben.

Um diese Forderungen durchzusetzen, hat das Bündnis "Wir wollen wohnen" bis jetzt schon über 12.000 Unterschriften gesammelt. Die Unterschriftenlisten liegen bei allen beteiligten Organisationen aus. Auch online kann man die Kampagne mit seiner Unterschrift unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/wir-wollen-wohnen