Caritasverband für Bochum und Wattenscheid e. V., 03.04.2017

Dem Rollator einen Schritt voraus

Weiterer Kurs für Reihe "Mobil und fit bleiben" in Wattenscheid

senioren-in-bewegung-300.jpg Im April startet die neue Reihe "Mobil und Fit bleiben" für ältere Menschen. Aufgrund der großen Nachfrage wird in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Wattenscheid e.V. (DRK) ein weiterer Kurs angeboten. Damit können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab Montag, 24. April, auch im Saal des DRK an der Voedestraße 53 in Wattenscheid-Mitte trainieren. Daneben starten die beiden bestehenden Kurse im AWO-Familienzentrum an der Moltkestraße 68 ab dem 25. April bzw. ab dem 8. Mai in die nächste Runde. Alle Kurse laufen in der Zeit von 15 bis 16 Uhr. Es sind noch Plätze frei. Die Anmeldung kann ab sofort im Seniorenbüro Wattenscheid an der Propst-Hellmich-Promenade 29 erfolgen. Bei der Anmeldung ist die Kursgebühr (für 10 Termine) von 40 Euro pro Person zu zahlen. Eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung ist erforderlich. Weitere Infos unter Telefon 02327. 9461-86.

Angesprochen sind alle diejenigen, die sich sportlich wenig oder gar nicht bewegen oder schon auf eine Gehhilfe bzw. den Rollator angewiesen sind. Ziel ist es, durch leichte Übungen, die Beweglichkeit zu fördern, die Muskulatur zu stärken und das Gleichgewicht zu trainieren, um mehr Trittsicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen. Damit soll die Selbständigkeit möglichst lange erhalten bleiben.

Initiiert wurde die Reihe durch das Projekt "Altengerechte Quartiere.NRW" in Wattenscheid-Mitte. Die Idee stammt von Senioren aus dem Stadtteil, die sich ein Angebot für mehr Mobilität und die Erhaltung der Beweglichkeit im Alter gewünscht hatten. Schnell kamen die Kooperationspartner an einem Tisch zusammen und entwickelten ein passendes Konzept. Durchgeführt werden die Kurse vom TV Wattenscheid 01 e.V. (Breitensport), dem BSC 21 Wattenscheid e.V. und dem Deutschen Roten Kreuz Wattenscheid e.V. Mit dabei sind das Seniorenbüro Wattenscheid, der Stadtsportbund Bochum e.V. und das AWO Familienzentrum an der Moltkestraße, das seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Hintergrund

Der Weg zum Einkauf oder zum Arzt wird beschwerlicher. Vielleicht ist man sogar schon einmal gestürzt. Im Seniorenbüro und im Projekt "Altengerechte Quartiere" sind solche oder ähnliche Geschichten häufig zu hören. Mit zunehmendem Alter nimmt die Beweglichkeit ab. Auch Kraft und Kondition schwinden. Die Reaktionsfähigkeit ist reduziert und die Bewegungsabläufe sind nicht mehr so flüssig wie einst. Viele Menschen höheren Alters werden dadurch unsicher, trauen sich manche Wege nicht mehr zu oder gehen aus Angst gar nicht mehr aus dem Haus – Einschränkungen im Lebensalltag sind die Folge. Ein Teufelskreis, denn durch zu wenig Bewegung im Alltag wachsen die Probleme, bis es irgendwann gar nicht mehr geht. Das muss nicht sein. Die Reihe "Mobil und Fit bleiben" hilft, mobil und beweglich zu bleiben.